Blog

Musik schafft Raum – für Emotionen und Gedanken, aber auch für Aufmerksamkeit und Vermittlung. Wir haben uns dafür entschieden, diesen Raum zu nutzen und ein Stück davon den SOS-Kinderdörfern weltweit zu widmen. Das Ziel ist es, die Menschen, die wir durch unsere Musik erreichen, auch für SOS begeistern zu können.

 

Botschafter der SOS Kinderdörfer weltweit zu sein, hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die eigene Kultur-Blase hin und wieder zu verlassen. Die Organisation ist weltweit in 137 Ländern aktiv und unterstützt dort engagiert und mit transparenten Strukturen Kinder, Jugendliche und Familien in Not. Wir sind immer wieder begeistert von der Vielzahl der SOS-Projekte und Einsatzbereiche, sodass wir ausgewählte nun regelmäßig mit euch teilen möchten! 

____

Being an ambassador for SOS Kinderdörfer weltweit we have learned the importance of leaving our own cultural circle from time to time. The organisation is active in 137 countries worldwide where it provides humanitarian assistance to children, adolescents and families in need using efficient and transparent structures. We are consistently impressed by the variety of SOS-projects and ranges of application. This we would love to share with you. So look forward to our first story coming soon!



Ein Ende der Corona-Krise ist noch immer schwer abzusehen. Ein Ende der Flüchtlingskrise? Undenkbar. Flüchtlingskinder und Familien brauchen Hilfe. Natürlich während der Pandemie, denn Distanz halten und regelmäßiges Händewaschen sind in überfüllten Flüchtlingslagern mit schlechtesten hygienischen Bedingungen wie dem griechischen Camp Moria kaum umsetzbar. Aber auch unabhängig von Corona - gerade jetzt sollten wir das nicht vergessen!

Wir möchten euch als Botschafter von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. auf die Arbeit der Organisation aufmerksam machen, welche weit über die Errichtung der bekannten Kinderdörfer hinausgeht. SOS leistet akute Nothilfe für unbegleitete Kinder und Familien, die in den Flüchtlingslagern entlang der so genannten Balkanroute gestrandet sind.
Die Hilfe beinhaltet geschützte Orte wie Nothilfe-Kitas für Kinder, Beratung und psychologische Betreuung von Müttern, Schul- und Sprachunterricht, Zugang zu Internet/Telefon aber auch medizinische Hilfe und die Versorgung mit Hilfsgütern.

Wie ihr dieses Projekt jetzt unterstützen könnt? Klickt auf den unterstehenden Link, dann auf Jetzt helfen!, wählt unter den aktuellen Hilfsprojekten die SOS-Flüchtlingshilfe aus und bestimmt einen Betrag, den ihr spenden möchtet.

https://www.sos-kinderdoerfer.de/…/…/fluechtlingskrise-hilfe
___________________

Call for donations refugee crisis in Europe! #pt1

An end of the Corona crisis is still difficult to predict. An end of the refugee crisis? Out of reach.
Refugee children and families need help. Especially during the pandemic, since social distancing and regular hand-washing are simply not realisable in overcrowded refugee camps with poor hygienic conditions like the Greek camp Moria is one of them.
But also regardless Corona - ist is precisely now that we must not forget this!

We as ambassadors of SOS Children's Villages International would like to call your attention to the work of the organisation, which goes beyond the establishment of the famous children’s villages. SOS provides assistance for unaccompanied children and families who got stranded in the refugee camps along the so-called Balkan route.
The help includes daycare for children, advice and psychological support for mothers, education and language training, access to internet/telephone as well as medical help and supply with relief goods.

Support this project!

Zum ersten Advent möchten wir zu einer neuen Spendenaktion für SOS aufrufen! Diesmal gilt unser Aufruf dem neu eröffneten Kinderdorf in Damaskus/Syrien! Ca. 80 Kinder sollen dort in Zukunft ein neues Zuhause finden, medizinische Versorgung, Bildung und therapeutische Begleitung zur Verarbeitung von Traumata erhalten.
Ja, uns ist bewusst, dass in der Adventszeit für alles mögliche Spenden gesammelt werden und man sich vor Aufrufen nicht retten kann. Aus aktueller Dringlichkeit liegt uns diese Aktion jedoch sehr am Herzen und wir würden uns über jeden freuen, der uns unterstützt. Dankbar sind wir nicht nur für Spenden, sondern auch für das Teilen und Verbreiten der Aktion.

Hier findet ihr den Link zur Spendenaktion:
https://www.meine-spendenaktion.de/aktion/weihnachtsaktion-fuer-damaskus

Und hier ein Video über das neue Kinderdorf in Syrien:
https://www.youtube.com/watch?v=nGoSR1NucS8

HELENE:

Kurz bevor wir uns zum ersten Besuch in das Kinderdorf "Megadim" aufmachten, schlenderten wir in Nazareth über den Markt, auf der Suche nach einer kleinen, handlichen Trommel, die uns bei einem Lied perkussiv unterstützen sollte. Wir wurden schnell fündig und schauten uns noch ein paar Rhythmen ab, die uns Passanten darauf vorspielten. Ich bin immer noch erstaunt, was für eine große Wirkung so ein kleines Instrument auf Menschen haben kann. Die Kinder hatten so großen Spaß damit zu spielen und hauten mit voller Inbrunst darauf herum, als gäbe es kein Morgen mehr. Und alle zog es mit. Gerade in Bethlehem waren die Kinder nach unserem Workshop nicht zu halten! Sie untermalten mit diesem kleinen Ding ihre Lieder und Tänze und hatten dabei so viel Spaß, dass wir noch ewig hätten mitsingen und mitklatschen können.

MARIE:

Die Grenze zu Palästina überquerten wir zu Fuß. Wir – das waren fünf Sängerinnen von Sjaella, unsere Managerin Jana und zwei Mitarbeiter der Organisation SOS-Kinderdörfer weltweit. An der Grenze wurden wir nicht kontrolliert. Wir liefen einfach auf die andere Seite. Dort angekommen warteten wir auf den Leiter des Kinderdorfes in Bethlehem, Abdallah. Er selbst ist vor vielen Jahren in eben jenem Dorf aufgewachsen.

Der Empfang im Kinderdorf war sehr herzlich. Mohammed, der Leiter der Kinderdörfer ganz Palästinas, hieß uns zunächst in seinem Büro willkommen und berichtete uns von der Arbeit mit den Kindern. Abdallah führte uns im Anschluss daran durch das Dorf. Zu Beginn des Rundganges besichtigten wir den neuen Skate-Park. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, uns selbst auf die Bretter zu stellen und mehr schlecht als recht ein paar Meter darauf herumzurollen. Das Dorf ist für Außenstehende geöffnet, sodass Kinder aus der Nachbarschaft ebenfalls den Skate-Park besuchen und mit den Kindern dort spielen können.

Eines der Wohnhäuser durften wir von innen anschauen. Die Kinder waren gerade in der Schule. Wir wurden herzlich von der SOS-Mutter empfangen. Das Haus ist sehr liebevoll gestaltet, offen und weitläufig geschnitten. Die Kinder sind jeweils zu zweit oder zu dritt auf mehrere Zimmer verteilt. Helene übergab der SOS-Mutter zwei Kindermützen, die ihr eine Bekannte für die Kinder mitgegeben hatte. Als wir auf dem Rückweg ins Haupthaus waren, kamen die Kinder aus der Schule zurück. Ein kleiner Junge rannte uns mit einer der beiden soeben verschenkten Mützen auf dem Kopf hinterher und brachte uns etwas, das wir im Haus vergessen hatten. Die anderen Kinder musterten uns neugierig. Einige von ihnen trafen wir in dem darauffolgenden Workshop wieder.

VIOLA:
Die erste Station unserer Reise nach Israel/Palästina war Nazareth. Nachdem wir einen Abend Zeit hatten, in Israel anzukommen und die ersten Eindrücke des Landes aufzusaugen, fuhren wir am nächsten Morgen in das SOS-Kinderdorf Migdal Haemek (Megadim), welches etwas außerhalb von Nazareth gelegen ist. Ich war aufgeregt, noch nie zuvor ist eine von uns in einem SOS-Kinderdorf gewesen, und ich hatte keine Ahnung, wie wir dort empfangen werden würden, was für Kinder auf uns warteten und wie der Nachmittag ablaufen sollte. Nach wenigen Minuten jedoch entspannte ich mich, eine der Leiterinnen des Dorfes empfing uns sehr freundlich mit Tee, Kaffee und Keksen und wir nahmen uns Zeit, um voneinander zu erzählen und alle wichtigen Informationen über das Kinderdorf zu erfahren. Wir stellten viele Fragen: Woher kommen die Kinder, wie alt sind sie, warum wohnen sie hier? Und wie unterstützt der Staat Israel die Organisation SOS?

Darauf folgte eine Führung durch das Dorf, neben den sogenannten „Mishpacha“ (hebräisch=Familie, den Häusern der SOS-Familien) gibt es dort eine große Gemeinschaftshalle mit Bühne und einem eignen kleinen Tonstudio, in dem fleißig Gitarre gespielt wird, eine Bibliothek und einen Lernraum mit Computern, wo die Kinder mit Sozialarbeitern des Dorfes zusammen Hausaufgaben machen. Wir durften auch eines der Häuser von innen besuchen und eine SOS-Mutter zeigte uns die Zimmer ihrer Schützlinge, die sie sich jeweils zu zweit teilen. Ein wenig seltsam kamen wir uns in dieser Situation schon vor, wie Zoobesucher. Trotzdem, es ist wichtig ein reales Bild von dem zu haben, für das man sich engagiert und von dem man später erzählen will.

In der Halle warteten dann schon die ersten Kinder auf uns, wir haben dort zwei Workshops mit Kindern unterschiedlicher Altersstufen gemacht. Die erste, ältere Gruppe war eine Herausforderung. Viele Faktoren kamen zusammen: Unser erster Workshop mit Kindern überhaupt, eine Sprachbarriere ohne richtigen Übersetzer, unsere Aufregung und Unsicherheit, die geringe Aufmerksamkeitsspanne der Kinder, ihr teilweise auffälliges Verhalten und ein unheimlicher Lautstärkepegel. Es gab wirklich viel auf einmal zu meistern. Wir hatten uns natürlich vorbereitet und einige Aktionen überlegt, mussten aber anhand der Gegebenheiten und mangels Erfahrung viel improvisieren, Spiele abwandeln, abkürzen oder verlängern, je nach Gefühl. Es war aber nicht nur anstrengend, sondern auch ein Riesenspaß. Die Kinder haben viel zurückgegeben, waren aktiv dabei, haben uns aber auch deutlich zu spüren gegeben, wenn etwas zu viel war. Wir haben unheimlich viel bei diesem Workshop für die später folgenden gelernt. Und trotz des kleinen Chaos' in der Ausprobierphase konnten wir die Kinder für uns gewinnen, motivieren und zum Singen und Bewegen inspirieren. Am Ende haben alle gesungen und wollten gar nicht mehr aufhören. Als wir ihnen am Ende noch einiges von uns vorgesungen haben, haben wir uns alle sehr wohl miteinander gefühlt und es gab eine anregende Frage- und Austauschrunde. Nachdem dieser erste Schritt gemeistert war, fiel uns der zweite Workshop mit den jüngeren Kindern schon viel leichter und wir haben gleich ein paar Vorgehensweisen verbessern können.

Im Auto zurück nach Nazareth war ich völlig fertig, körperlich und auch mental. Gleichzeitig breitete sich aber ein warmes und zufriedenes Gefühl aus. Ich fühlte mich bereichert und stolz auf uns. Aber ich hatte nicht nur das Gefühl viel mitgenommen, sondern auch wirklich etwas in den Kindern hinterlassen zu haben.