Programme

Unser Repertoire setzt sich aus moderner geistlicher und weltlicher Musik verschiedener Epochen, Volksliedern sowie Jazz- und Poparrangements zusammen, wobei unser Hauptaugenmerk auf Musik des 20. und 21. Jahrhunderts liegt. Abendfüllende Konzertprogramme, die durch Zusammenarbeit mit anderen Vokal- und Instrumentalensembles entstanden sind, gehören ebenfalls dazu. Weiterhin bieten wir verschiedene, von uns entwickelte Workshop-Konzepte für Kinder oder Chorsänger und -leiter an.

Oft und gerne präsentieren wir stil- und genreübergreifende Programme, die sich nach den Wünschen des Veranstalters und den akustischen Gegebenheiten des Konzertortes richten.

ORIGINS
Origins
© Lara Müller

Vom Ursprung aus dem Äther in die Existenz. Der Ausgangspunkt - der Auakt - der Anfang. Sein Zuhause liegt in der Wiederkehr.

Der Blick auf natürliche Kreisläufe färbt die barocken und zeitgenössischen Werke dieses Konzertabends. Zwischen experimentellem Minimalismus und pittoresken Arien entstehen aus dem Mysterium der Schöpfung das Licht, die Zeit und alles Leben.

Mit dem Programm »Origins« (Ursprünge) widmet sich das Ensemble Sjaella den natürlichen Zyklen, die den Menschen seit Anbeginn umgeben. Durch Zeitalter hindurch erlebte der Mensch den Wechsel der Jahreszeiten, die Kra der Elemente, den Rhythmus von Tag und Nacht, den eigenwilligen Zyklus des Körpers sowie die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Wiedergeburt. All diese Themen werden an diesem Abend in einer Einheit präsentiert, die - gerahmt durch Schlüsselworte der Schöpfungsgeschichte und ein postapokalyptisches Vakuum - wiederum einen Zyklus in sich erkennen lässt. Inspiration fand Sjaella unter anderem in Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Wahrnehmung der eigenen Instabilität und auf die Entfaltung ursprünglicher Bedürfnisse, wie die Nähe zur Natur oder zu anderen Menschen. Neue, von Hoffnung getragene Perspektiven entstanden.

Im Fokus der Musik liegt die Gegenüberstellung sowie Vereinigung von neu arrangierten Liedern des 16. und 17. Jahrhunderts und zeitgenössischen Kompositionen, die zum Teil dem Stil der amerikanischen Minimal Music folgen.

WELTEINKLANG
Preisung
© Petra Haase

Es sind bewegende und zeitlose Themen, die in diesem Konzert vereint ihre zentralen Plätze einnehmen: der Frieden, die Wunder der Natur und die Liebe. Neuvertonungen geistlicher Texte, Gebete und Hymnen von Arvo Pärt, Ola Gjeilo und weiteren Künstlern unserer Zeit leiten den ersten Konzertteil ein. Den Weg in die Natur findet das Programm mit dem Jahreszeiten-Zyklus aus Henry Purcells Semi-Oper „The Fairy Queen“ – für Sjaella neu und mit barocken sowie zeitgenössischen Elementen bearbeitet. Hier begegnen sich tonmalerisch die Freuden und auch die Vergänglichkeit des Lebens. Der zweite Teil des Konzertprogrammes widmet sich den Volksweisen aus dem Norden Europas. Jedem Lied wird durch charakteristische Arrangements und stimmlicher Wandelbarkeit der Raum gegeben, Mysterien seines Kulturkreises zu enthüllen. In Geschichten über verlorene Liebe, Sehnsucht, eigentümliche Naturgeister und tollkühne Wagnisse zeigt sich jede Region in ihrer ganz eigenen Besonderheit.

ONE CHARMING NIGHT
Preisung
© Petra Haase

Lautenlieder der Renaissance sowie Arien aus verschiedenen Großwerken des englischen Barockkomponisten Henry Purcell leiten den ersten Teil des Konzertes ein. Ein besonderer Höhe- und gleichzeitig Ruhepunkt findet sich in den Vier Geistern der Nacht aus „The Fairy Queen“ wieder, die als allegorische Figuren schließlich einen Bogen zu den geheimnisvollen Wesen der nordischen Mythologie spannen. Natur und Geschichten des Herzens vereinen sich in diesen Volksweisen, wobei jedem Lied durch charakteristische Arrangements und stimmlicher Wandelbarkeit der Raum gegeben wird, Mysterien seines Kulturkreises zu enthüllen. Den Abschluss des Programmes bildet eine Hommage an die Liebe mit all ihren Facetten durch ausgewählte Jazzstandards sowie Popsongs im jazzigen Gewand.

PREISUNG
Preisung
© Petra Haase

Geistliche Vokalmusik des 20./21. Jahrhunderts

Das Konzertprogramm »Preisung« beinhaltet Vertonungen geistlicher Texte und Bearbeitungen von geistlichen Gesängen. Vertreten sind Werke verschiedener Komponisten wie Knut Nystedt, Ola Gjeilo, Hugo Distler oder Ēriks Ešenvalds. Weiterhin wird das Programm durch eigens für uns geschriebene Kompositionen bereichert. Eine fruchtbare Zusammenarbeit besteht zum Beispiel mit Simon Wawer, Paul Heller, Volker Bräutigam, Gregor Meyer und David Timm. Textgrundlagen der Werke sind Psalmen, Messtexte, Antiphone, Texte von Paul Gerhardt oder Martin Luther sowie geistliche Dichtungen.

Teile aus diesem Programm sind auf der 2013 beim Klassiklabel querstand erschienenen CD »Preisung« zu hören. Die Auswahl der Stücke ist flexibel und das Programm wird stetig erweitert.

Auszüge:

Simon Wawer: »Morgengesang«
Knut Nystedt: »You are my brothers keeper«
Ola Gjeilo: »Ave generosa«
Erik Esenvalds: »O salutaris hostia«
Paul Heller: »Wir glauben all an einen Gott«

LIFTED
lifted
© Antje Kroger

Standards und andere Songs aus Jazz und Pop

Anspruchsvolle Arrangements lassen bekannte Jazzstandards und unbekanntere Songs aus dem Jazz- Pop- oder Soulbereich in einer neuen Klangästhetik erklingen. Denn es ist schon ungewohnt, die Songs nur von Damen a cappella gesungen zu hören. Durch höhere und engere Lagen vom Walking Bass, den Soli und den Background-Stimmen erhalten sie gewissermaßen etwas Schwebendes und Abgehobenes (englisch: lifted).
Bei der Auswahl der Songs kramen wir gern sowohl in den schönsten Standards als auch bei Jazzsängern unserer Zeit, z.B. Melody Gardot oder Jamie Cullum. Arrangieren lassen wir sie dann von Musikern und Sängern der Jazz- und Vocal-Jazz-Szene wie Juan Garcia, Matthias Knoche (Klangbezirk), Michael Eimann (Slixs) oder Kurt Sampson (Cadence).

Auszüge:

Clifford Brown, Arr.: Michael Eimann: »Joy Spring«
Bill Withers, Arr.: Christoph Göbel: »Just the two of us«
Melody Gardot, Arr.: Matthias Knoche: »If the stars were mine«
Björk, Arr.: Tanja Pannier: »It's oh so quiet«
Irving Berlin, Arr.: Stefan Flügel: »Cheek to Cheek«

DIE SEELE REIST UND KLINGT
Die Seele reist und klingt
© Silke Winkler

Kinderprogramm (ca. 40 min) mit einer erzählten Geschichte, Bildern und Liedern aus aller Welt

»Lieber Großvater, ich möchte dir die Freude an der Musik zurückbringen. Die Liebe dazu ist tief in dir, du musst sie nur neu entdecken. (...)« Hannah macht sich auf den Weg und reist an all die Orte, an denen ihre Großeltern vor dem Tod der Großmutter zusammen gewesen sind und gesungen haben. In Form von Briefen und Gedanken schickt sie ihrem Großvater die Musik, die ihr dort begegnet.

Das Programm richtet sich an Kinder im Alter von 5-13 Jahren, ist aber auch für Erwachsene eine Freude.

Hugo Distler mit dem Ensemble Nobiles

Geistliche Chorwerke von Hugo Distler mit dem Ensemble Nobiles (Leipzig)

Seit vielen Jahren arbeiten wir immer wieder mit dem Leipziger Männerquintett Nobiles zusammen. 2012 entstand eine gemeinsame CD mit Werken von Hugo Distler, welche beim Leipziger Klassiklabel Rondeau erschien. Im Mittelpunkt dieses Programmes steht der bekannte »Totentanz« (Sprecher: Heinz-Martin Benecke). Umrahmt wird dieser von Motetten aus Distlers »Geistlicher Chormusik« und erweitert durch zeitgenössische Stücke wie zum Beispiel von Johannes Weihrauch.

Auszüge:

»Totentanz«
»Fürwahr, er trug unsere Krankheit«
»Singet dem Herrn ein neues Lied«
»Ich wollt', dass ich daheime wär«
Johannes Weihrauch: »Herr Christ, der einig Gotts Sohn«

HERR GOTT, ZU UNSERN ZEITEN mit Quartonal
Herr Gott, zu unsern Zeiten (Arbeitstitel) mit Quartonal

Projekt mit dem Männerensemble Quartonal, Chormusik des 20./21. Jahrhunderts zum Thema »Krieg und Frieden«

Das Programm befindet sich in Arbeit und wird ab Herbst 2017 präsentiert.

Auszüge:

Benjamin Britten: »Advance Democracy«
Thomas Jennefelt: »Warning to the rich«
Rudolf Mauersberger: »Wie liegt die Stadt so wüst«
Eric Whitacre: »Hope, faith, life, love«
Georg Christoph Biller: »Verleih uns Frieden gnädiglich«

WORKSHOP »Individuell und homogen: Der perfekte Ensembleklang«
Der perfekte Ensembleklang
© Chorverband e.V. /Chor@Berlin 2016

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, was einen homogenen Ensembleklang eigentlich ausmacht und was alles dazu gehören kann, diesen zu erreichen. Denn dass man bei größter stimmlicher Individualität einen perfekten und reinen Zusammenklang erzielen kann, ist keine Zauberei! Wie man dahin gelangt, versuchen wir den Teilnehmern näherzubringen. Die zentrale Bedeutung tragen dabei – neben der entsprechenden Stimmführung – das intuitive Aufeinander-Hören und das Sich-Einfühlen in die Mitsänger.

Der Workshop richtet sich an ChorleiterInnen und interessierte SängerInnen aus Vokalensembles und Chören.

WORKSHOP für Kinder
WORKSHOP für Kinder
© Goethe-Institut Amman/Mustafa Irshaid

Die Selbsterfahrung durch das Produzieren von Geräuschen mit der Stimme und dem Körper kann ein zauberhaftes Erlebnis sein, was Barrieren überwindet, Hemmungen abbaut oder einfach schöne Stunden bereiten kann. Gerade mit Kindern wollen wir solche Momente erleben und haben daher einen Workshop konzipiert, der aus interaktiven Gruppenspielen besteht. Bei diesen Spielen geht es darum, sich zu trauen, sich gegenseitig zuzuhören und gemeinsam Geräuschkulissen, Rhythmen und Melodien entstehen zu lassen.

Wir haben den Workshop sowohl in Israel und Palästina in SOS-Kinderdörfern als auch in Jordanien mit Kindern geflüchteter Familien und Waisenkindern durchgeführt. Er ist flexibel gestaltbar und richtet sich an Kinder im Alter zwischen 5 und 16 Jahren – mit oder auch ohne musikalische Vorbildung.